...einen Monat später.
Eine weitere Nachricht, die uns erreicht hat: Wasser ist nass.
Der Running Gag stirbt also weiterhin nicht aus.
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Freitag, 25. März 2011
Montag, 14. März 2011
FIFA 11: Ist ein FIFA ist ein FIFA ist ein...?
Wie jedes Jahr im Herbst ist es nun wieder soweit: Mit FIFA 11 und PES 2011 stehen die beiden großen Konkurrenten unter den Fußballspielen neu im Regal. Wir verzichten hier jedoch auf den schon obligatorisch gewordenen Vergleich. Dem Fair Play zuliebe gebe ich es sofort zu: Ich bin Fan der Serie von Electronic Arts und halte FIFA 98 immer noch für das beste Fußballgame, das ich gespielt habe.
Nachdem zur WM in diesem Jahr schon ein FIFA-Titel mit dem Fokus auf den Nationalteams erschienen ist (mit dem ja sogar der Ausgang der Weltmeisterschaft richtig simuliert worden ist), bin ich natürlich gespannt gewesen auf den neuen Ableger für die internationalen Ligen. Zu Beginn wähle ich also meinen Lieblingsverein aus, natürlich den BVB (Fans anderer Vereine seien hier um Verzeihung gebeten). Schon wird der Hintergrund schwarz-gelb: Da kann man sich wohlfühlen. Bevor ich in einen Wettbewerb starte, müssen natürlich zur Saisonvorbereitung ein paar Testspiele her. Die laufen gut, hat sch die Steuerung doch nicht verändert. Auch die Stimmung passt, meine virtuellen Fans singen genauso wie man es von der Südtribüne gewohnt ist. Und als es ins „Derby aller Derbys“ geht und ich aus der Kommentatorenkabine höre, dass es spannend werde und man sich frage, ob die Dortmunder oder die Schalker Fans am Folgetag entspannt Brötchen holen könnten, bin ich „mittendrin statt nur dabei“. Ebenso stimmig ist die musikalische Gestaltung außerhalb der Matches. Wie von EA gewohnt, rocken mehr oder weniger bekannte Bands los, sodass sich auch ein Soundtrack ohne Spiel lohnen würde.
Aber nun zu den Partien. Schnell entwickelt sich ein Spielfluss, der selten unterbrochen wird. Pass- und Schussstärke lassen sich gut kontrollieren und der Schiri entscheidet häufig auf Vorteil, anstatt zu kleinlich jede Aktion abzupfeifen. Kommt es doch zu Freistößen, lassen sich diese schnell ausführen, mit Direktannahmen und gezielten Sprints ist die gegnerische Abwehr auszuhebeln. Doch zu leicht ist das Tore-Schießen nicht. Die Gegenspieler agieren auf Grundlage einer klugen KI: Abwehrspieler blocken Schüsse und verstellen durch geschickte Bewegungen den Weg, die Keeper entschärfen Situationen, wie es noch vor ein paar Jahren unmöglich war in einem Fußballgame. Apropos Neuerungen: Besonders soll an FIFA 11 die „Personality+“-Funktion sein, d.h. dass den Abbildern der bekanntesten Kicker Eigenschaften ihrer realen Vorbilder zugeordnet worden sind, weshalb sie sich noch original getreuer bewegen sollen. Ob dem so ist, mag jeder für sich entscheiden.
Doch kommen wir über den Aspekts des Realismus direkt zu einem Kritikpunkt: Während das Spiel natürlich wieder durch seine FIFA-Lizensierung glänzt und jeder Fan mit seinen Lieblingsakteuren spielen kann, hätte die Visualisierung doch etwas lebendiger ausfallen können. In Nahaufnahme wirken die Gesichter wächsern, die Zwischensequenzen etwas ungelenk. Ebenso kann man sich fragen, warum das wirklich gute Moderatorengespann Breuckmann/Buschmann sich nach ca. drei Partien beständig wiederholt. Etwas mehr Abwechslung wäre hier wünschenswert gewesen. Was EA jedoch geritten hat, den „Be a Pro“-Modus auch mit einem Torhüter spielbar zu machen, wird wohl ein Rätsel bleiben. Die gesamte Partie aus Sicht des Keepers zu beobachten, um dann in wenigen, aber spielentscheidenden Situationen einzugreifen, ist nicht sonderlich motivierend. Natürlich mag ein Spiel aus Torwartsicht manchmal so aussehen, doch möchte man das nachspielen? Eher nicht. Wie wäre es statt dessen mit einer (zumindest virtuellen) Wiederbelebung des Hallenpokals, in dem man mit technischer Finesse intensive Matches führen konnte (einen Hallen- und Streetmodus gibt es nur exklusiv für die Wii)?
Letztlich sollen die angeführten Kritikpunkte die Qualität von FIFA 11 aber nicht schmälern. Wer in dynamischen und flüssigen Aktionen mit internationalen Fußballgrößen Pokale gewinnen oder sein Lieblingsteam zur Meisterschaft führen möchte, sollte unbedingt zugreifen. FIFA bleibt die Messlatte für Fußballspiele.
Nachdem zur WM in diesem Jahr schon ein FIFA-Titel mit dem Fokus auf den Nationalteams erschienen ist (mit dem ja sogar der Ausgang der Weltmeisterschaft richtig simuliert worden ist), bin ich natürlich gespannt gewesen auf den neuen Ableger für die internationalen Ligen. Zu Beginn wähle ich also meinen Lieblingsverein aus, natürlich den BVB (Fans anderer Vereine seien hier um Verzeihung gebeten). Schon wird der Hintergrund schwarz-gelb: Da kann man sich wohlfühlen. Bevor ich in einen Wettbewerb starte, müssen natürlich zur Saisonvorbereitung ein paar Testspiele her. Die laufen gut, hat sch die Steuerung doch nicht verändert. Auch die Stimmung passt, meine virtuellen Fans singen genauso wie man es von der Südtribüne gewohnt ist. Und als es ins „Derby aller Derbys“ geht und ich aus der Kommentatorenkabine höre, dass es spannend werde und man sich frage, ob die Dortmunder oder die Schalker Fans am Folgetag entspannt Brötchen holen könnten, bin ich „mittendrin statt nur dabei“. Ebenso stimmig ist die musikalische Gestaltung außerhalb der Matches. Wie von EA gewohnt, rocken mehr oder weniger bekannte Bands los, sodass sich auch ein Soundtrack ohne Spiel lohnen würde.
Aber nun zu den Partien. Schnell entwickelt sich ein Spielfluss, der selten unterbrochen wird. Pass- und Schussstärke lassen sich gut kontrollieren und der Schiri entscheidet häufig auf Vorteil, anstatt zu kleinlich jede Aktion abzupfeifen. Kommt es doch zu Freistößen, lassen sich diese schnell ausführen, mit Direktannahmen und gezielten Sprints ist die gegnerische Abwehr auszuhebeln. Doch zu leicht ist das Tore-Schießen nicht. Die Gegenspieler agieren auf Grundlage einer klugen KI: Abwehrspieler blocken Schüsse und verstellen durch geschickte Bewegungen den Weg, die Keeper entschärfen Situationen, wie es noch vor ein paar Jahren unmöglich war in einem Fußballgame. Apropos Neuerungen: Besonders soll an FIFA 11 die „Personality+“-Funktion sein, d.h. dass den Abbildern der bekanntesten Kicker Eigenschaften ihrer realen Vorbilder zugeordnet worden sind, weshalb sie sich noch original getreuer bewegen sollen. Ob dem so ist, mag jeder für sich entscheiden.
Doch kommen wir über den Aspekts des Realismus direkt zu einem Kritikpunkt: Während das Spiel natürlich wieder durch seine FIFA-Lizensierung glänzt und jeder Fan mit seinen Lieblingsakteuren spielen kann, hätte die Visualisierung doch etwas lebendiger ausfallen können. In Nahaufnahme wirken die Gesichter wächsern, die Zwischensequenzen etwas ungelenk. Ebenso kann man sich fragen, warum das wirklich gute Moderatorengespann Breuckmann/Buschmann sich nach ca. drei Partien beständig wiederholt. Etwas mehr Abwechslung wäre hier wünschenswert gewesen. Was EA jedoch geritten hat, den „Be a Pro“-Modus auch mit einem Torhüter spielbar zu machen, wird wohl ein Rätsel bleiben. Die gesamte Partie aus Sicht des Keepers zu beobachten, um dann in wenigen, aber spielentscheidenden Situationen einzugreifen, ist nicht sonderlich motivierend. Natürlich mag ein Spiel aus Torwartsicht manchmal so aussehen, doch möchte man das nachspielen? Eher nicht. Wie wäre es statt dessen mit einer (zumindest virtuellen) Wiederbelebung des Hallenpokals, in dem man mit technischer Finesse intensive Matches führen konnte (einen Hallen- und Streetmodus gibt es nur exklusiv für die Wii)?
Letztlich sollen die angeführten Kritikpunkte die Qualität von FIFA 11 aber nicht schmälern. Wer in dynamischen und flüssigen Aktionen mit internationalen Fußballgrößen Pokale gewinnen oder sein Lieblingsteam zur Meisterschaft führen möchte, sollte unbedingt zugreifen. FIFA bleibt die Messlatte für Fußballspiele.
Spiderman Shattered Dimensions
„Spiderman in vier zerbrochenen Dimensionen – Geht denn das?“, könnte man ausrufen, wenn man den neuen Activision-Titel in der Hand hält. Doch befinden wir uns ja in der Comicwelt der Spinne und dort ist alles möglich. Der böse Mysterio möchte die Tafel des Chaos und der Ordnung stehlen, doch Spiderman ist natürlich vor Ort, um selbiges zu verhindern. Dumm nur, dass die Aktion nicht nur misslingt, sondern auch gleich die machtvolle Tafel zerstört. Diese Zerstörung wiederum öffnet Paralleluniversen, aus denen wir die Bruchstücke zusammensammeln müssen.
Diese Storyline klingt nicht ganz neu, öffnet aber Tor und Tür zu den unterschiedlichen Dimensionen. So kann im klassischen Comicstil gespielt, aber zusätzlich auch im bedrohlichen schwarzen Spinnenanzug, im Jahr 2099 oder als Noir-Spinne in den 1930ern. Das erinnert dann nicht nur an die Comichefte selbst, sondern auch an die Zeichentrickserien der 90er Jahre – oder an ein ganz anderes Spiel: Wie in „Batman – Arkham Asylum“ muss man als Noir-Spidey durch die Schatten pirschen und über Vorsprünge hechten, um Gegner im Stillen auszulöschen und in Spinnwebfäden verpackt an Wand oder Balken hängen zu lassen.
Besondere Situationen werden hervorgehoben, indem man die Third-Person-Perspektive verlässt und zur Egoperspektive wechselt, aus der heraus man zumeist Boxkämpfe gegen die größten Comicbösewichte führt. Derer ist die Auswahl groß – was von einer Story aus der Feder von Marvels Comicschreiber Dan Slott zu erwarten war - und so nimmt man nicht nur einem futuristischen Goblin ein Stück der mächtigen Tafel ab, sondern auch Sandman und vielen mehr.
Doch nicht nur so verändert sich die Perspektive auf die Spielfigur. Eine interessante Variante ist die Beobachtung (und natürlich das Steuern) Spidermans durch das Zielfernrohr des Dschungelbosses Kraven. Ebenso nett ist die Idee, die Spinne Teil einer Fernseh-Gamshow auf Leben und Tod werden zu lassen, leider jedoch macht eine gute Idee noch kein Top-Game. Wenn man in mehreren Spielabschnitte jeweils die Aufgabe bekommt, alle Fernsehkameras im TV-Set zu zerstören und deshalb gefühlte hundert Mal um eine Ölplattform herum schwingt, fehlt die Abwechslung. Was neben einem linearen Levelaufbau mit durchaus sehr ansehnlichen Welten auch für die Bosskämpfe gilt: „Triff ihn (mehrmals), warte bis er bewegungslos am Boden verharrt und schlage zu. Wiederhole dieses Procedere, bis seiner Energieleiste aufgebraucht ist“, könnte eine Gebrauchsanweisung lauten. Doch leicht ist das Spiel dennoch nicht. Zwar sind die Aufgaben auf normalem Schwierigkeitsmodus keineswegs überfordernd, doch sorgt die unpräzise und stellenweise hampelige Steuerung für seltsam komische Aktionen des Helden, kombiniert mit einigen schon fast für ausgerottet gehaltenen Grafikfehlern (Wer wollte nicht schon einmal durch Decken fliegen oder durch Wände gehen können?) und für den einen oder anderen Tod des Protagonisten.
Schade, denn „Spiderman Shattered Dimensions“ hätte durchaus mehr Potenzial gehabt. Was nicht heißt, dass man die freundliche Spinne von nebenan gleich von der Wand fegen möchte: Trotz der Macken macht das Game Spaß und belohnt immer wieder mit tollen Spielpassagen, witzreichen Ideen und natürlich gleich vier Spideys, die coole Helden in ihrer Dimension sind.
Diese Storyline klingt nicht ganz neu, öffnet aber Tor und Tür zu den unterschiedlichen Dimensionen. So kann im klassischen Comicstil gespielt, aber zusätzlich auch im bedrohlichen schwarzen Spinnenanzug, im Jahr 2099 oder als Noir-Spinne in den 1930ern. Das erinnert dann nicht nur an die Comichefte selbst, sondern auch an die Zeichentrickserien der 90er Jahre – oder an ein ganz anderes Spiel: Wie in „Batman – Arkham Asylum“ muss man als Noir-Spidey durch die Schatten pirschen und über Vorsprünge hechten, um Gegner im Stillen auszulöschen und in Spinnwebfäden verpackt an Wand oder Balken hängen zu lassen.
Besondere Situationen werden hervorgehoben, indem man die Third-Person-Perspektive verlässt und zur Egoperspektive wechselt, aus der heraus man zumeist Boxkämpfe gegen die größten Comicbösewichte führt. Derer ist die Auswahl groß – was von einer Story aus der Feder von Marvels Comicschreiber Dan Slott zu erwarten war - und so nimmt man nicht nur einem futuristischen Goblin ein Stück der mächtigen Tafel ab, sondern auch Sandman und vielen mehr.
Doch nicht nur so verändert sich die Perspektive auf die Spielfigur. Eine interessante Variante ist die Beobachtung (und natürlich das Steuern) Spidermans durch das Zielfernrohr des Dschungelbosses Kraven. Ebenso nett ist die Idee, die Spinne Teil einer Fernseh-Gamshow auf Leben und Tod werden zu lassen, leider jedoch macht eine gute Idee noch kein Top-Game. Wenn man in mehreren Spielabschnitte jeweils die Aufgabe bekommt, alle Fernsehkameras im TV-Set zu zerstören und deshalb gefühlte hundert Mal um eine Ölplattform herum schwingt, fehlt die Abwechslung. Was neben einem linearen Levelaufbau mit durchaus sehr ansehnlichen Welten auch für die Bosskämpfe gilt: „Triff ihn (mehrmals), warte bis er bewegungslos am Boden verharrt und schlage zu. Wiederhole dieses Procedere, bis seiner Energieleiste aufgebraucht ist“, könnte eine Gebrauchsanweisung lauten. Doch leicht ist das Spiel dennoch nicht. Zwar sind die Aufgaben auf normalem Schwierigkeitsmodus keineswegs überfordernd, doch sorgt die unpräzise und stellenweise hampelige Steuerung für seltsam komische Aktionen des Helden, kombiniert mit einigen schon fast für ausgerottet gehaltenen Grafikfehlern (Wer wollte nicht schon einmal durch Decken fliegen oder durch Wände gehen können?) und für den einen oder anderen Tod des Protagonisten.
Schade, denn „Spiderman Shattered Dimensions“ hätte durchaus mehr Potenzial gehabt. Was nicht heißt, dass man die freundliche Spinne von nebenan gleich von der Wand fegen möchte: Trotz der Macken macht das Game Spaß und belohnt immer wieder mit tollen Spielpassagen, witzreichen Ideen und natürlich gleich vier Spideys, die coole Helden in ihrer Dimension sind.
Sonntag, 13. März 2011
Blur: "The fast, the armed and the wrecked“
Das Intro beginnt: Wir hören „L'estasi del oro", besser bekannt als eine von Ennio Morricones Kompositionen zu Sergio Leones Western „The good, the bad and the ugly". Duell-Stimmung kommt auf und genau das möchten wir, schließlich haben wir uns vorgenommen, Activisions neues Rennspiel „Blur" zu testen – im Multiplayer – gegeneinander.
Der Duell-Schauplatz: Barcelona
Die Waffen: ein roter BMW gegen einen gelben Audi
Die Uhr: Der große Zeiger ist verschwunden, fünf vor Zwölf ist es trotzdem, die Sekunden bis zum Start ticken auf einer Digitaluhr herunter.
Der Showdown startet.
Nur anders als im Western sind auch weitere Kontrahenten zugegen und haben wir mehr als einen Schuss zur Verfügung, um unsere Gegner und uns gegenseitig zu vernichten – eine Menge mehr Schüsse.
Nintendos Klassiker „Mario Kart" nicht unähnlich, sammeln wir nämlich eine Vielzahl von Power-Ups ein und die haben es in sich: Schallwellen, Blitze und rollende Lavabälle, nichts ist ungewöhnlich genug, um sich gegen andere durchzusetzen – oder selbst von Platz Eins ans Ende des Feldes durchgereicht zu werden. Das ist gerade zu Beginn recht frustrierend, doch mit ein bisschen Übung und einer gehörigen Portion Glück lässt sich auch schon mal ein Rennen gewinnen. Ein seltenes, aber umso erbaulicheres Erlebnis.
In der Fülle der explosiven Attacken und der Gegner geht unser Privatduell ein wenig unter, High Noon müssen wir verschieben. Verschieben auf einen Arena-Kampf-Modus, in dem wir uns zu zweit gegenüber stehen, die Finger am Abzug, doch ohne den anderen all zu häufig zu sehen. Die Arena ist riesig, wir sehen einander nicht und warten eigentlich nur auf die obligatorische Rolldistel, die an uns vorbeiweht. Auch wenn Arena abhängig mehr Wettkampf-Feeling aufkommt, wünschen wir uns die Möglichkeit, im Offline-Modus Bots dazu schalten zu können, um einen Mexican Stand-Off zu provozieren. Das Ganze könnte auch eine etwas bessere Grafik vertragen, verliert doch „Blur" mit seinen verwaschenen Texturen und der Detailarmut abseits der Strecke das Duell gegen aktuelle Konkurrenztitel wie „Split/Second:Velocity".
Wer aber schon als Kind gerne mit Autos spielte, die bunten Vehikel der Freunde mit Crashs malträtierte und sich freute, wenn die gegnerischen Wagen aus der Carrera-Bahn flogen, wird seine Freude an „Blur" haben, zumal der Online-Modus mehr Gegner und noch mehr Action verspricht.
Der Duell-Schauplatz: Barcelona
Die Waffen: ein roter BMW gegen einen gelben Audi
Die Uhr: Der große Zeiger ist verschwunden, fünf vor Zwölf ist es trotzdem, die Sekunden bis zum Start ticken auf einer Digitaluhr herunter.
Der Showdown startet.
Nur anders als im Western sind auch weitere Kontrahenten zugegen und haben wir mehr als einen Schuss zur Verfügung, um unsere Gegner und uns gegenseitig zu vernichten – eine Menge mehr Schüsse.
Nintendos Klassiker „Mario Kart" nicht unähnlich, sammeln wir nämlich eine Vielzahl von Power-Ups ein und die haben es in sich: Schallwellen, Blitze und rollende Lavabälle, nichts ist ungewöhnlich genug, um sich gegen andere durchzusetzen – oder selbst von Platz Eins ans Ende des Feldes durchgereicht zu werden. Das ist gerade zu Beginn recht frustrierend, doch mit ein bisschen Übung und einer gehörigen Portion Glück lässt sich auch schon mal ein Rennen gewinnen. Ein seltenes, aber umso erbaulicheres Erlebnis.
In der Fülle der explosiven Attacken und der Gegner geht unser Privatduell ein wenig unter, High Noon müssen wir verschieben. Verschieben auf einen Arena-Kampf-Modus, in dem wir uns zu zweit gegenüber stehen, die Finger am Abzug, doch ohne den anderen all zu häufig zu sehen. Die Arena ist riesig, wir sehen einander nicht und warten eigentlich nur auf die obligatorische Rolldistel, die an uns vorbeiweht. Auch wenn Arena abhängig mehr Wettkampf-Feeling aufkommt, wünschen wir uns die Möglichkeit, im Offline-Modus Bots dazu schalten zu können, um einen Mexican Stand-Off zu provozieren. Das Ganze könnte auch eine etwas bessere Grafik vertragen, verliert doch „Blur" mit seinen verwaschenen Texturen und der Detailarmut abseits der Strecke das Duell gegen aktuelle Konkurrenztitel wie „Split/Second:Velocity".
Wer aber schon als Kind gerne mit Autos spielte, die bunten Vehikel der Freunde mit Crashs malträtierte und sich freute, wenn die gegnerischen Wagen aus der Carrera-Bahn flogen, wird seine Freude an „Blur" haben, zumal der Online-Modus mehr Gegner und noch mehr Action verspricht.
Artikel verfasst von Sabine und Felix
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