Da liegt es vor mir: „Tetris Party Deluxe“ und vom Titelbild gucken mir die Tetriminos entgegen.
Sofort werden Erinnerungen wach. Nein, zu den ersten Spielern gehörte ich nicht, Tetris ist älter als ich... Und hat mich durch Teile meiner Kindheit begleitet, von Gameboy zu Gameboy... und irgendwann vergaß ich es.
Jetzt ist es wieder da, es ist farbig geworden und lockt auf den ersten Blick mit dem „traditionellen Marathon-Spiel“ und weiteren zwanzig! Spielmodi. Wird das noch das Tetris sein, das ich kenne?
Bevor es an irgendwelche "Experimente" geht, muss ich also den bekannten Marathon-Modus probieren. Und damit fängt mein Problem schon an. Wie soll ich nun meine Rezension weiterschreiben? Denn wie eh und je macht auch dieses bunte Tetris süchtig. Die altbekannte Melodie findet ihren Weg in meine Ohren, die Blöcke fallen schneller, irgendwann ist die Partie nicht mehr zu retten: Das muss noch besser gehen... Stufe zehn muss doch zu knacken sein!
Aber vielleicht sollte ich über den Tetrisrand gucken und einige der neuen Varianten ausprobieren. „Schatten“ heißt eine und lässt mich die Tetris-Steinchen über einen vorgegebenen Figurenschatten legen, sodass bunte Bilder entstehen. Und was für welche: Ich soll eine alte Spielkonsole, den Famicon, legen, dann kommt Bomberman, ein Schneemann, eine Katze, ein Herz oder ein Pinguin. Die Struktur der Steinchen verpasst dem Ganzen einen 8-Bit-Eindruck und das ist so herzerweichend, wie man es von Nintendo gewohnt ist.
Aber auch die anderen Einzelspielermodi machen Spaß und sprechen sowohl Puzzlefähigkeiten als auch die Reaktionsgeschwindigkeit an, wenn man beispielsweise einen Tetrimino durch einen Hindernisparcours geleiten muss.
Wer aber alleine genug trainiert hat, kann sich zudem in Multiplayer-Matches wagen, was zeitgemäß sowohl via Wlan-Zugang übers Internet als auch in einem Einzel- oder Multikarten-Duell gegen die Freunde funktioniert.
Insgesamt ist „Tetris Party Deluxe“ damit eine gelungene Fortsetzung und Erweiterung, die das Potenzial hat, nach über einem Vierteljahrhundert die alte Liebe neu auflodern zu lassen und zudem eine neue Generation Videospieler mit diesem Klassiker der Spielgeschichte vertraut zu machen.
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Sonntag, 13. März 2011
Starcraft 2. Wings of Liberty
Bescheidene 12 Jahre nach Erscheinen des ersten Teils hat Blizzard Entertainment nun mit Starcraft 2 den heißersehnten Nachfolger des wohl bekanntesten, vielleicht besten, sicherlich aber einflussreichsten Echtzeitstrategiespiels der letzten 15 Jahre vorgelegt. Es geht, wie Kennern des Genres und des Vorgängers wohl bekannt sein dürfte, um Krieg. Dieser wird in ferner Zukunft im von der Erde weit entfernten Koprulu-Sektor ausgefochten und vom Spieler aus der Vogelperspektive gelenkt. Man dirigiert Truppen, sammelt Ressourcen, errichtet Produktionsgebäude und Verteidigungsanlagen und erweitert die eigene Armee, um schließlich den Gegner durch strategisches und taktisches Geschick in die Knie zu zwingen.
Da das Ganze wie bereits erwähnt in der Zukunft spielt, wimmelt es dabei von Raumschiffen, Mechs, Laserkanonen und – natürlich – Aliens. Insgesamt drei Fraktionen kämpfen wie schon in Starcraft 1 um die Vorherrschaft im All, neben den Menschen (ihrer Herkunft wegen Terraner genannt) außerdem die insektoiden Zerg und die fortschrittlichen Protoss. Anders als noch in Starcraft 1 bestreitet man jedoch die Singeplayer-Kampagne hauptsächlich aus Sicht der Terraner, statt nacheinander Feldzüge für alle Fraktionen zu führen. Diese Einschränkung ist das Ergebnis der im Vorfeld kontrovers diskutierten Entscheidung Blizzards, das gesamte Singleplayer-Spiel quasi zu dritteln. So handelt der erste, nun erschienene Teil von Starcraft 2 mit dem Untertitel Wings of Liberty vom Schicksal des Starcraft-Veteranen sicher noch bekannten Freiheitskämpfers Jim Raynor, der sich zusammen mit einigen wenigen Rebellen gegen das autoritäre terranische Dominion-Regime stellt. In den kommenden Jahren sollen in zwei weiteren Starcraft 2 – Episoden jeweils Zerg und Protoss im Vordergrund stehen. Die Aufteilung des Kampagnenmodus auf drei verschiedene Spiele wurde von Blizzard mit der außergewöhnlichen Qualität und dem Produktionsaufwand begründet, die in jede einzelne Kampagne fließen sollen.
Und die sieht man dem Endprodukt absolut an. Die Art und Weise, in der Starcraft 2 seine Geschichte präsentiert, ist so bislang in Strategiespielen nicht dagewesen. Zwischen den einzelnen Missionen kann man sich in Gestalt Jim Raynors durch die detailliert dreidimensional ausgestalteten Abschnitte seines Flaggschiffs, der Hyperion, klicken und beinahe in Adventure-Manier Dialoge mit den anderen Charakteren führen, die Musik in der Bar an der Jukebox ändern oder sogar an einem Spielautomaten einen kleinen 2d-Space-Shooter spielen. Abgesehen davon, dass die Geschichte in diesen Abschnitten filmreif inszeniert vorangetrieben wird (die brillante Originalsprachfassung des Spiels sei an dieser Stelle allen empfohlen, die des Englischen mächtig sind), haben die Spielanteile auf der Hyperion auch konkrete Auswirkungen auf den Spielablauf: Man bestimmt selbst, in welche Einheiten- oder Gebäudeupgrades die Credits investiert werden, die man durch gewonnene Missionen erspielt, außerdem kann man sogar in den Gefilden der beiden Feindfraktionen wildern: Sammelt man in den Missionen beispielsweise Artefakte der Protoss oder DNA- Proben von Zergkreaturen ein, gewinnt man so Kenntnisse, die man in der Forschung im Labor der Hyperion zu einzigartigen Vorteilen umsetzen kann. Schließlich hat der Spieler auch (fast) immer die Wahl, welche Mission als nächstes in Angriff genommen wird, wobei diese Auswahl leider nur teilweise relevant ist. Sie bestimmt lediglich, welche neue Einheit als nächstes ins Arsenal aufgenommen wird, man wird aber früher oder später alle Missionen spielen müssen, um die Endsequenz zu sehen. Insgesamt funktioniert die Inszenierung der Geschichte und der Kampagne großartig und lässt schnell vergessen, dass es sich bei fast allen Charakteren um eindimensionale, stereotype Figuren handelt.
Zu den Missionen selbst bleibt nicht viel mehr zu sagen, als dass sich Kenner des Vorgängers sofort im Spiel zurecht finden, Steuerung und Interface sind nahezu direkt vom 12 Jahre alten ersten Spiel übernommen. Die Einsätze selbst gestalten sich sehr variabel, nahezu jede Mission bietet eine Besonderheit, die sie von anderen Einsätzen oder Multiplayerschlachten unterscheidet. So muss man sich beispielsweise auf einem Lavaplaneten in regelmäßigen Abständen auf höher gelegenes Gebiet flüchten, um nicht Opfer der ansteigenden Lava zu werden, ein anderes Mal kontrolliert man eine riesige Laserkanone, mit der man sowohl die Tür eines uralten Tempels aufschweißen als auch sich gegen anstürmende Gegner zur Wehr setzen muss.
Grafisch ist das ganze Spiel dabei wie von Blizzard gewohnt nicht auf dem aktuellsten Stand der Technik, dafür aber mit enormer Liebe zum Detail ausgestaltet. Sowohl in dem Missionen als auch an Bord der Hyperion entdeckt man immer wieder kleine Details wie Straßenschilder, Propagandaplakate oder im Hintergrund laufende Nachrichten- oder Werbespots, die zusammen mit den exzellenten und vielseitigen Animationen der Einheiten und Charaktere dazu beitragen, die Welt von Starcraft 2 überaus lebendig erscheinen zu lassen.
Bei soviel Lob bleibt nur wenig Raum für Kritik (und die wird auf hohem Niveau geäußert). Anfangs kommt die Geschichte etwas langsam in Schwung, die ersten 10 Missionen lassen kaum episches Eroberungs-Feeling aufkommen und auch später wird das Spiel öfter Opfer seiner Spezialisierung – lange Aufbau- und Eroberungsmissionen wie noch im ersten Teil finden in Starcraft 2 kaum statt. Auch die Wahlmöglichkeiten innerhalb der Kampagne (zwischen bzw. vor Missionen und innerhalb des Forschungsfortschritts) hätten gravierender ausfallen dürfen, um mehrmaliges Durchspielen zu rechtfertigen. Von diesen kleinen Makeln abgesehen ist Starcraft 2 aber das momentan unbestritten beste Strategiespiel und eine uneingeschränkte Empfehlung wert. Ob und wie sich der (im ersten Teil extrem populäre) Multiplayermodus entwickelt und bewährt, werden die kommenden Wochen und Monate zeigen.
Artikel verfasst von Felix
Da das Ganze wie bereits erwähnt in der Zukunft spielt, wimmelt es dabei von Raumschiffen, Mechs, Laserkanonen und – natürlich – Aliens. Insgesamt drei Fraktionen kämpfen wie schon in Starcraft 1 um die Vorherrschaft im All, neben den Menschen (ihrer Herkunft wegen Terraner genannt) außerdem die insektoiden Zerg und die fortschrittlichen Protoss. Anders als noch in Starcraft 1 bestreitet man jedoch die Singeplayer-Kampagne hauptsächlich aus Sicht der Terraner, statt nacheinander Feldzüge für alle Fraktionen zu führen. Diese Einschränkung ist das Ergebnis der im Vorfeld kontrovers diskutierten Entscheidung Blizzards, das gesamte Singleplayer-Spiel quasi zu dritteln. So handelt der erste, nun erschienene Teil von Starcraft 2 mit dem Untertitel Wings of Liberty vom Schicksal des Starcraft-Veteranen sicher noch bekannten Freiheitskämpfers Jim Raynor, der sich zusammen mit einigen wenigen Rebellen gegen das autoritäre terranische Dominion-Regime stellt. In den kommenden Jahren sollen in zwei weiteren Starcraft 2 – Episoden jeweils Zerg und Protoss im Vordergrund stehen. Die Aufteilung des Kampagnenmodus auf drei verschiedene Spiele wurde von Blizzard mit der außergewöhnlichen Qualität und dem Produktionsaufwand begründet, die in jede einzelne Kampagne fließen sollen.
Und die sieht man dem Endprodukt absolut an. Die Art und Weise, in der Starcraft 2 seine Geschichte präsentiert, ist so bislang in Strategiespielen nicht dagewesen. Zwischen den einzelnen Missionen kann man sich in Gestalt Jim Raynors durch die detailliert dreidimensional ausgestalteten Abschnitte seines Flaggschiffs, der Hyperion, klicken und beinahe in Adventure-Manier Dialoge mit den anderen Charakteren führen, die Musik in der Bar an der Jukebox ändern oder sogar an einem Spielautomaten einen kleinen 2d-Space-Shooter spielen. Abgesehen davon, dass die Geschichte in diesen Abschnitten filmreif inszeniert vorangetrieben wird (die brillante Originalsprachfassung des Spiels sei an dieser Stelle allen empfohlen, die des Englischen mächtig sind), haben die Spielanteile auf der Hyperion auch konkrete Auswirkungen auf den Spielablauf: Man bestimmt selbst, in welche Einheiten- oder Gebäudeupgrades die Credits investiert werden, die man durch gewonnene Missionen erspielt, außerdem kann man sogar in den Gefilden der beiden Feindfraktionen wildern: Sammelt man in den Missionen beispielsweise Artefakte der Protoss oder DNA- Proben von Zergkreaturen ein, gewinnt man so Kenntnisse, die man in der Forschung im Labor der Hyperion zu einzigartigen Vorteilen umsetzen kann. Schließlich hat der Spieler auch (fast) immer die Wahl, welche Mission als nächstes in Angriff genommen wird, wobei diese Auswahl leider nur teilweise relevant ist. Sie bestimmt lediglich, welche neue Einheit als nächstes ins Arsenal aufgenommen wird, man wird aber früher oder später alle Missionen spielen müssen, um die Endsequenz zu sehen. Insgesamt funktioniert die Inszenierung der Geschichte und der Kampagne großartig und lässt schnell vergessen, dass es sich bei fast allen Charakteren um eindimensionale, stereotype Figuren handelt.
Zu den Missionen selbst bleibt nicht viel mehr zu sagen, als dass sich Kenner des Vorgängers sofort im Spiel zurecht finden, Steuerung und Interface sind nahezu direkt vom 12 Jahre alten ersten Spiel übernommen. Die Einsätze selbst gestalten sich sehr variabel, nahezu jede Mission bietet eine Besonderheit, die sie von anderen Einsätzen oder Multiplayerschlachten unterscheidet. So muss man sich beispielsweise auf einem Lavaplaneten in regelmäßigen Abständen auf höher gelegenes Gebiet flüchten, um nicht Opfer der ansteigenden Lava zu werden, ein anderes Mal kontrolliert man eine riesige Laserkanone, mit der man sowohl die Tür eines uralten Tempels aufschweißen als auch sich gegen anstürmende Gegner zur Wehr setzen muss.
Grafisch ist das ganze Spiel dabei wie von Blizzard gewohnt nicht auf dem aktuellsten Stand der Technik, dafür aber mit enormer Liebe zum Detail ausgestaltet. Sowohl in dem Missionen als auch an Bord der Hyperion entdeckt man immer wieder kleine Details wie Straßenschilder, Propagandaplakate oder im Hintergrund laufende Nachrichten- oder Werbespots, die zusammen mit den exzellenten und vielseitigen Animationen der Einheiten und Charaktere dazu beitragen, die Welt von Starcraft 2 überaus lebendig erscheinen zu lassen.
Bei soviel Lob bleibt nur wenig Raum für Kritik (und die wird auf hohem Niveau geäußert). Anfangs kommt die Geschichte etwas langsam in Schwung, die ersten 10 Missionen lassen kaum episches Eroberungs-Feeling aufkommen und auch später wird das Spiel öfter Opfer seiner Spezialisierung – lange Aufbau- und Eroberungsmissionen wie noch im ersten Teil finden in Starcraft 2 kaum statt. Auch die Wahlmöglichkeiten innerhalb der Kampagne (zwischen bzw. vor Missionen und innerhalb des Forschungsfortschritts) hätten gravierender ausfallen dürfen, um mehrmaliges Durchspielen zu rechtfertigen. Von diesen kleinen Makeln abgesehen ist Starcraft 2 aber das momentan unbestritten beste Strategiespiel und eine uneingeschränkte Empfehlung wert. Ob und wie sich der (im ersten Teil extrem populäre) Multiplayermodus entwickelt und bewährt, werden die kommenden Wochen und Monate zeigen.
Artikel verfasst von Felix
Blur: "The fast, the armed and the wrecked“
Das Intro beginnt: Wir hören „L'estasi del oro", besser bekannt als eine von Ennio Morricones Kompositionen zu Sergio Leones Western „The good, the bad and the ugly". Duell-Stimmung kommt auf und genau das möchten wir, schließlich haben wir uns vorgenommen, Activisions neues Rennspiel „Blur" zu testen – im Multiplayer – gegeneinander.
Der Duell-Schauplatz: Barcelona
Die Waffen: ein roter BMW gegen einen gelben Audi
Die Uhr: Der große Zeiger ist verschwunden, fünf vor Zwölf ist es trotzdem, die Sekunden bis zum Start ticken auf einer Digitaluhr herunter.
Der Showdown startet.
Nur anders als im Western sind auch weitere Kontrahenten zugegen und haben wir mehr als einen Schuss zur Verfügung, um unsere Gegner und uns gegenseitig zu vernichten – eine Menge mehr Schüsse.
Nintendos Klassiker „Mario Kart" nicht unähnlich, sammeln wir nämlich eine Vielzahl von Power-Ups ein und die haben es in sich: Schallwellen, Blitze und rollende Lavabälle, nichts ist ungewöhnlich genug, um sich gegen andere durchzusetzen – oder selbst von Platz Eins ans Ende des Feldes durchgereicht zu werden. Das ist gerade zu Beginn recht frustrierend, doch mit ein bisschen Übung und einer gehörigen Portion Glück lässt sich auch schon mal ein Rennen gewinnen. Ein seltenes, aber umso erbaulicheres Erlebnis.
In der Fülle der explosiven Attacken und der Gegner geht unser Privatduell ein wenig unter, High Noon müssen wir verschieben. Verschieben auf einen Arena-Kampf-Modus, in dem wir uns zu zweit gegenüber stehen, die Finger am Abzug, doch ohne den anderen all zu häufig zu sehen. Die Arena ist riesig, wir sehen einander nicht und warten eigentlich nur auf die obligatorische Rolldistel, die an uns vorbeiweht. Auch wenn Arena abhängig mehr Wettkampf-Feeling aufkommt, wünschen wir uns die Möglichkeit, im Offline-Modus Bots dazu schalten zu können, um einen Mexican Stand-Off zu provozieren. Das Ganze könnte auch eine etwas bessere Grafik vertragen, verliert doch „Blur" mit seinen verwaschenen Texturen und der Detailarmut abseits der Strecke das Duell gegen aktuelle Konkurrenztitel wie „Split/Second:Velocity".
Wer aber schon als Kind gerne mit Autos spielte, die bunten Vehikel der Freunde mit Crashs malträtierte und sich freute, wenn die gegnerischen Wagen aus der Carrera-Bahn flogen, wird seine Freude an „Blur" haben, zumal der Online-Modus mehr Gegner und noch mehr Action verspricht.
Der Duell-Schauplatz: Barcelona
Die Waffen: ein roter BMW gegen einen gelben Audi
Die Uhr: Der große Zeiger ist verschwunden, fünf vor Zwölf ist es trotzdem, die Sekunden bis zum Start ticken auf einer Digitaluhr herunter.
Der Showdown startet.
Nur anders als im Western sind auch weitere Kontrahenten zugegen und haben wir mehr als einen Schuss zur Verfügung, um unsere Gegner und uns gegenseitig zu vernichten – eine Menge mehr Schüsse.
Nintendos Klassiker „Mario Kart" nicht unähnlich, sammeln wir nämlich eine Vielzahl von Power-Ups ein und die haben es in sich: Schallwellen, Blitze und rollende Lavabälle, nichts ist ungewöhnlich genug, um sich gegen andere durchzusetzen – oder selbst von Platz Eins ans Ende des Feldes durchgereicht zu werden. Das ist gerade zu Beginn recht frustrierend, doch mit ein bisschen Übung und einer gehörigen Portion Glück lässt sich auch schon mal ein Rennen gewinnen. Ein seltenes, aber umso erbaulicheres Erlebnis.
In der Fülle der explosiven Attacken und der Gegner geht unser Privatduell ein wenig unter, High Noon müssen wir verschieben. Verschieben auf einen Arena-Kampf-Modus, in dem wir uns zu zweit gegenüber stehen, die Finger am Abzug, doch ohne den anderen all zu häufig zu sehen. Die Arena ist riesig, wir sehen einander nicht und warten eigentlich nur auf die obligatorische Rolldistel, die an uns vorbeiweht. Auch wenn Arena abhängig mehr Wettkampf-Feeling aufkommt, wünschen wir uns die Möglichkeit, im Offline-Modus Bots dazu schalten zu können, um einen Mexican Stand-Off zu provozieren. Das Ganze könnte auch eine etwas bessere Grafik vertragen, verliert doch „Blur" mit seinen verwaschenen Texturen und der Detailarmut abseits der Strecke das Duell gegen aktuelle Konkurrenztitel wie „Split/Second:Velocity".
Wer aber schon als Kind gerne mit Autos spielte, die bunten Vehikel der Freunde mit Crashs malträtierte und sich freute, wenn die gegnerischen Wagen aus der Carrera-Bahn flogen, wird seine Freude an „Blur" haben, zumal der Online-Modus mehr Gegner und noch mehr Action verspricht.
Artikel verfasst von Sabine und Felix
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